Michael Wülfing ist tot

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Michael Wülfing | hier beim Eifelmarathon 2010
Michael Wülfing | hier beim Eifelmarathon 2010

Michael Wülfing | hier beim Eifelmarathon 2010
Michael Wülfing ist tot.

Nach langer schwerer Krankheit hat Michael Wülfing am 31.07.2016 seinen letzten Kampf verloren.

Die Beisetzung findet am Montag, den 08.08.16 um 11:00 Uhr in Reinshagen, (wahrscheinlich) auf dem evangelischen Friedhof statt.

Ganz herzliches Beileid seiner Frau und den Kindern, denen wir sehr viel Kraft in der schweren Zeit wünschen.

Der RV Adler möchte seiner Frau und ihren Kindern mit einer Geldspende helfen.

Wenn sich jemand von euch daran beteiligen möchte, kann er unter dem Stichwort "Michael" eine Spende auf das Vereinskonto leisten.

Die Kontoverbindung kann bei Stefan Schumann unter 0171 - 3766367 erfragt werden.

Nachtrag | 24 DM Alfsee 2016

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24 DM am Alfsee 2016 | Felix noch in Form
24 DM am Alfsee 2016 | Felix noch in Form

24 DM am Alfsee 2016 | Felix noch in Form
Schon seit vielen Jahren stand es auf meiner To Do Liste, einmal ein 24h Rennen Solo zu fahren. Schon im November bei der Saisonplanung fielen mir die 24h Deutschen Meisterschaften am Alfsee auf, die sich terminlich gut integrieren ließen und auch mit 160 Höhenmetern auf 12 Kilometern pro Runde für das erste 24h Rennen nicht zu anspruchsvoll aussahen. In den Wochen vor dem Rennen prophezeiten mir dann so einige Freunde, was ich mir damit angetan habe; die Strecke habe zwar nicht wahnsinnig viele Höhenmeter, gehe dafür aber zu einem großen Teil über extrem hubelige Wiesenstücke. Ich nahm die Warnungen nicht allzu ernst und dachte mir, dass es so schlimm ja gar nicht sein kann.

Am Samstagmorgen sammelte mich dann mein Betreuer für dieses Wochenende, Sebastian Padt, ein und es ging in Richtung Alfsee im Kreis Osnabrück. Schnell war ein Stellplatz gefunden und alles aufgebaut. Etwas unerfreulich war, dass ausgerechnet jetzt mein Heuschnupfen zum erstem Mal so richtig in diesem Jahr zuschlug. An der Startlinie äußerte unser Zeltnachbar, ebenfalls Einzelstarter, die Vermutung, dass ich hier aus der Gegend käme, weil so viele gute Freunde am Streckenrand standen. Immer wieder großartig zu sehen, wie groß diese Radsportfamilie über die vielen Jahre die ich mittlerweile dabei bin geworden ist, eine riesige zusätzliche Motivation.

Pünktlich um 14 Uhr war dann der Start zu der 24h DM um den Alfsee. Ich war die Strecke vorher nicht abgefahren, da ich der Meinung war, ich würde Sie noch oft genug sehen. Und so sah ich die Runde nach dem Start zum ersten Mal und merkte schnell, sie war noch schlimmer als mir vorher angedroht wurde. Etwa die halbe Strecke, gefühlt noch viel mehr, bestand aus diesen abartigen Wiesenstücken. Die Höhenmeter bestanden nur aus sehr kurzen Rampen, ebenfalls über Wiesenstücke, die ein Großteil der Fahrer gar nicht hinauf kam, hier brauchte es schon eine Menge Kraft, eine gute Balance auf dem Bike und viel Gefühl beim Schalten, es blieben über das Rennen so einige Ketten hier liegen. Zwischen den Wiesenstücken waren immer wieder längere gepflasterte Abschnitte, die mir deutlich besser lagen, Kopf auf den Lenker und durchdrücken war hier das Motto.

Die ersten vier Stunden liefen dann ziemlich rund, ich war das Rennen einigermaßen locker angegangen und die meiste Zeit im GA1 Bereich unterwegs. Ich lag auf Platz 3 als ich auf der Hälfte der Runde schlagartig heftige Probleme mit dem Margen bekam. Ich wusste auf einmal gar nicht mehr, wie ich die Runde noch zum Ziel kommen sollte. Ich hielt gerade am Streckenrand an als ein Streckenbetreuer mit dem Rad kam und mich über eine der längeren Geraden schob. Es ging schon wieder ein wenig besser, aber nun fingen wieder die holprigen Wiesenstücke an. Irgendwie schaffte ich es dann noch bis zum Ziel und die Toilette brachte Erleichterung. Ob es die holprigen Wiesenstücke waren die auf den Margen schlugen, die Allergietabletten oder hatte ich doch irgendetwas falsches gegessen, ich weiß es nicht. Das ganze ärgerte mich aber doch ganz schön, wie oft fahre ich 4h Trainingseinheiten, wie viele Rennen bin ich allein in diesem Jahr über 4h gefahren und ausgerechnet jetzt so ein Mist schon so früh.

Die folgenden Runden lief es erst wieder besser, wenig später wurde es dann aber wieder zunehmend schlechter. Ich bekam immer mehr Schmerzen im Hüftbereich. Nach 6 Stunden hielt ich dann an. Ich war mir eigentlich schon sicher, dass das hier heute nichts mehr gibt, kündigte aber gleich mal meine Revanche für 2017 am Nürburgring an. Nachdem ich 45 Minuten da saß und mit dem Rennen eigentlich schon quasi abgeschlossen hatte, kam einer der vielen Betreuer aus dem Nachbarzelt und sagte, "eine Runde fährst du aber noch.". Also gut, dachte ich, eine Runde noch, damit man auch im Nachbarzelt zufrieden ist. Ich setzte mich wieder aufs Rad und rollte los. Auf der Runde fuhr ich auch wieder auf den Einzelstarter aus dem anderen Nachbarzelt auf. Er sagte zu mir, "du willst doch wohl nicht schon aufgeben!", Worte die mir noch länger im Hinterkopf blieben. Im Ziel dann die Entscheidung, doch noch eine Runde dranzuhängen. So ging es mir die nächsten 3 Runden auch noch, jede Runde die Überlegung hörst du auf, oder fährst du doch noch eine Runde. Immer wieder viel die Entscheidung darauf, doch noch eine Runde zu fahren. Mittlerweile war es dunkel geworden und wieder stand diese Entscheidung an, weiterfahren oder aufgeben. Nun traf ich eine endgültige Entscheidung, die lautete: weiterfahren.

In den folgenden Runden wurde es immer besser, ich hielt fast jede Runde kurz an um eine Kleinigkeit zu Essen nachzuschieben und ansonsten wurde durchgefahren. Schnell war ich wieder auf Platz 6 vorgefahren und der Vorsprung nach hinten wurde langsam aber einigermaßen kontinuierlich größer. Die Nacht verging unglaublich schnell, Luft und Temperaturen waren sehr angenehm zum fahren. Am Morgen fuhr ich auf den Fünftplatzierten, Sven Hielscher, auf, der noch eine ganze Runde Vorsprung auf mich hatte. Er zeigte mir den Viertplatzierten, der etwa 100 Meter vor uns lag und gerade als wir ihn eingeholt hatten, hielt er zur Pinkelpause an. Somit war Sven nun vierter. Als wir an den längeren geraden Abschnitten angekommen waren, sagte Sven zu mir, "wenn du mir einen Gefallen tun möchtest, dann hilf mir einen kleinen Vorsprung auf David raus zu fahren" und da es mir zu dem Zeitpunkt gerade sehr gut ging, half ich ihm gerne dabei. Ich holte meinen Puls endlich mal wieder über die 150 Schläge und wir gaben zusammen ordentlich Gas. Am Ende der längeren flachen Abschnitte hatten wir sicherlich einen akzeptablen Vorsprung rausgeholt und unsere Wege trennten sich nun wieder.

Das Wetter wurde wieder zunehmender schwüler und heißer und die Sonne stand wieder voll auf der Strecke. Ich bekam die Idee vielleicht den fünften, David, auch noch einzuholen, Sven Hielscher auf Vier war mir nicht so wichtig, aber noch in die Top Fünf zu fahren, wäre ja schon cool. Es lief den Morgen lang weiter weitestgehend ziemlich rund, mal für eine Runde ein zwicken im Knie, mal die Füße die weh taten, aber im großen und ganzen war alles gut. Etwa 3 Stunden vor Schluss schaffte ich es dann tatsächlich David einzuholen und konnte auch schnell einen kleinen Vorsprung raus zu fahren. Dann fingen meine Handgelenke unglaublich an weh zu tun, ich ging in Schonhaltung, umfasste den Lenker nur noch ganz locker, aber es wurde immer schlimmer. Etwas über 2h vor Schluss musste ich mich nochmal für einige Minuten in den Sessel setzen, aß eine Kleinigkeit bevor es zurück aufs Bike ging. Mein Rückstand auf Sven betrug 28 Minuten, meine zwischenzeitige Idee ihn vielleicht auch noch zu bekommen verwarf ich und konzentrierte mich darauf den fünften Platz zu sichern. Die Power vom Morgen war nämlich mittlerweile verschwunden und ich fühlte mich von der Fitness den Umständen entsprechend zwar nicht schlecht, freute mich aber doch schon sehr darauf das Ziel endlich zu erreichen. Meine Handgelenke waren durch die Pause leider nicht besser geworden, aber ich merkte das meine Schonhaltung absolut kontraproduktiv war, wenn ich den Lenker so fest wie möglich umklammerte, war die Fahrt über die gefühlt immer holpriger gewordenen Wiesenstücke erträglicher. Endlich stand sie an, die letzte Runde. Bei der Einfahrt in diese, riss das Team Harveycom beim Anfeuern fast den Zaun ab und auch viele andere Freunde feuerten noch einmal an. Es waren noch 38 Minuten bis zum Schluss des Rennens, weshalb ich auf der letzten Runde etwas bummelte, um bloß nicht vor 14 Uhr wieder da zu sein und noch eine Runde fahren zu müssen. Gleichzeitig ging der Blick immer wieder nach hinten, aus Angst, dass David doch noch einmal kommen könnte.

Die Taktik ging auf, gerade als ich zurück auf das Eventgelände einbog, hörte ich, wie die letzten 10 Sekunden bis zum Zielschluss runter gezählt wurden. Noch nie war ich schlagartig so erleichtert und glücklich zugleich, wie in diesem Augenblick. Unter einen riesen Beifall vieler Zuschauer durfte ich durchs Ziel fahren, ein fantastischer Augenblick. Niemals hätte ich es nach den ersten 6 Stunden gedacht, dass ich es dann doch noch bis zum Ende durchhalte.

24 DM am Alfsee 2016 | Felix danach
24 DM am Alfsee 2016 | Felix danach

24 DM am Alfsee 2016 | Felix danach

Im Ziel angekommen ging es mir dann jedoch Schlagartig schlechter, ich suchte mir die nächststehende Liege und legte mich erst einmal einige Minuten hin. Nachdem ich wieder aufgestanden war wurde mir sofort schwindelig und das nächste was ich mitbekam war, dass ich auf der Wiese lag. Auf Nachfrage bei Sebastian war ich nur wenige Sekunden weg. Nachdem ich wieder eine ganze Zeit lang auf der Liege lag und viel Wasser getrunken hatte, konnte ich wenigstens schon mal wieder alleine aufstehen und, wenn auch nur sehr wackelig, laufen. Sebastian packte in der Zwischenzeit das Auto zusammen, so dass wir auch bald nach Hause fahren konnten. Woran meine plötzliche Kreislaufprobleme lagen, ist neben der Sache mit dem Margen die zweite offen bleibende Frage. War es das plötzliche aufhören, war es der plötzlich fehlende Zucker (ich hatte in den letzten 18h fast nur Cola und Red Bull getrunken), war es ein Sonnenstich oder einfach die Überanstrengung, ich weiß es nicht.

Mit dem fünften Platz von 85 Startern bei der Deutschen Meisterschaft bin ich sehr zufrieden, auch wenn ohne die Probleme mit dem Margen in den ersten Stunden vielleicht sogar noch mehr drinnen gewesen wäre. Am Ende hatte ich 35 Runden, also insgesamt 420 Kilometer gesammelt. Ich hatte mich schon ewig nicht mehr bis an die Grenzen meiner Belastbarkeit gefahren und wollte durch das 24h Rennen mal wieder wissen, wie sich das anfüllt; im Nachhinein bin ich mir unsicher, ob ich überhaupt vorher schon einmal so an meine Grenzen gegangen bin.

Auf der Strecke war durchweg eine sehr gute Stimmung, mit viel Respekt und Rücksichtnahme unter den Fahrern, was mir als sehr positiv aufgefallen ist. Ebenfalls erfreulich war die hervorragende Organisation und Verpflegung des Veranstalters. Das einzige, was mir überhaupt nicht gefallen hat, war die Strecke mit den vielen Wiesenstücken, ein ziemlich wesentliches Manko, was einen erneuten Start von mir höchst unwahrscheinlich macht.

Einen Tag nach dem Rennen ging es mir dann auch schon wieder unerwartet gut, eigentlich schmerzten nur die Handgelenke wirklich. Heute, vier Tage nach dem Rennen, ist außer einen leichten Taubheitsgefühl in den Händen nichts mehr zu spüren. Ich hatte nicht erwartet, dass ich das 24h Rennen so gut weg stecke.

Zum Abschluss bleibt mir nur noch Danke zu sagen. In erster Linie an meinen Betreuer Sebastian Padt, der sich das ganze Wochenende um die Ohren geschlagen hat und dafür gesorgt hat, dass ich eigentlich nur noch Fahrrad fahren musste. Des Weiteren gilt mein Dank den vielen Freunden und Zuschauern sowie den beiden Zeltnachbarn an der Strecke, für die Anfeuerung und die unterstützenden Worte, eine riesen Motivation. Und nicht zuletzt ein großes Danke an Sven Riedesel von Radsport Campana, der sich in den vergangenen Wochen viel Zeit genommen hat, mein Centurion Backfire perfekt auf mich abzustimmen; eine komfortable Sitzposition und nicht einmal ein zwicken im Rücken, zeigen wohl eindeutig, dass dies erfolgreich war.

Beste Grüße
Felix

P.S.: da ich das Rennen nach der Ankündigung meiner Revanche am Nürburgring 2017 ja doch noch zu Ende gefahren habe, ist die Revanche wohl hinfällig. Dass es trotzdem einen erneuten Solostart gibt, würde ich aber nicht ausschließen.

MTB Marathon Rhens 2016

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vor dem Start in Rhens - noch sauber
vor dem Start in Rhens - noch sauber

vor dem Start in Rhens - noch sauber
Hier ein Nachtrag aus Rhens...

MTB Marathon in Rhens am 29.05.2016

Zusammen mit Felix führte uns der Weg heute nach Rhens in der Nähe von Koblenz. 50km sollten es jeweils sein. Der Startschuss fiel pünktlich um 10:15h in der schönen Altstadt von Rhens. Wir ordneten uns so weit es nach vorne möglich war ein, denn gleich zu Beginn ging es den ersten langen Berg rauf. Felix konnte sich direkt nach dem Start weiter nach vorne durchkämpfen. Ich kam nicht ganz so schnell weg und ließ es, nachdem ich das typische Reifen- an Reifen- Geräusch mehrmals unmittelbar neben mir hörte, etwas vorsichtiger angehen. Ganz vorne wurde ein eher untypisches langsames Tempo vorgelegt. Dies führte zu Unruhe im gesamten nachfolgenden Feld. Als dann noch auf einem Feldweg ein sich verirrter holländischer Pkw den Startern entgegen kam war das Chaos perfekt.
In 1er Reihe ging's nun am Auto vorbei. Als auch ich endlich vorbei war legte ich einen kleinen Sprint ein um noch schnell ein paar Plätze gut zu machen. Die Idee hatte ich aber nicht allein, sodass sich schnell wieder ein Pulk bildete. Hier setzte nun wiederum ein Holländer zu einem waghalsigen Überholversuch an. Ich merkte das er mich zunächst am Sattel und wenig später am Lenker traf. Direkt danach verhakelte er sich und katapultierte mich gegen den angrenzenden Hang. Ein kurzer Check ergab zum Glück nur ein paar leichte Abschürfungen.
Als ich wieder auf dem Bike saß war natürlich das halbe Feld schon wieder an mir vorbei. Bis zur ersten Abfahrt machte ich noch ein paar Plätze gut. Hier begann aber auch, bedingt durch die heftigen Regenfälle der Vortage, die Schlammschlacht des Tages, die sich bis ins Ziel fortsetzte. Die früher

nach dem Zieleinauf - fast noch sauber...
nach dem Zieleinauf - fast noch sauber...

nach dem Zieleinauf - fast noch sauber...
gestarteten 80km Fahrer hatten ganze Arbeit geleistet und den Schlamm in ein klebriges Gemisch verwandelt, das zu ständigem hin -und her- sliden führte.
Nach der ersten Abfahrt stand plötzlich Felix am Rand. Leider konnte ich ihm nicht helfen, - Kettenriss - bedeutete leider ein frühes Ende für ihn.
Bei mir lief es nun an sich richtig gut. Nur die folgenden Abfahrten waren aufgrund des vielen Schlammes leider eine Katastrophe. Bergauf und im Flachen lief es dagegen außerordentlich gut. Im Ziel angekommen lag ich mit 2:33:54h auf Platz 65 Gesamt und 14 AK . In Anbetracht der Umstände ein ordentliches Ergebnis.

Ralf

Jasmin siegt beim Schinderhannes

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Schinderhannes 2016 - Jasmin auf dem Podium
Schinderhannes 2016 - Jasmin auf dem Podium

Schinderhannes 2016 - Jasmin auf dem Podium
Nachtrag vom Schinderhannes MTB 2016

Jasmin Berger hat sich wacker geschlagen. Am Ende der 28 km Fun-Strecke siegte sie auf ganzer Linie.

Platz 1. der Damen Gesamtwertung und Platz 1 in Ihrer Altersklasse.

Glückwunsch

Schinderhannes 2016 - Jasmin im Rennen
Schinderhannes 2016 - Jasmin im Rennen

Schinderhannes 2016 - Jasmin im Rennen

Nachtrag | Sundern 2016 | Jan gewinnt AK

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Sundern 2016
Sundern 2016

Sundern 2016
Am Samstag dem 23 April stand der Frühjahrsklassiker in Sundern an. Spätestens hier trifft man die gesamte Bikeszene wieder. Die 1600 Startplätze sind jedes Jahr aufs neue schneller vergriffen. Ein Blick in die Wettervorhersage ließ nichts Gutes ahnen, kalte Temperaturen und eventuell Schneefall.

Für den Adler machten sich Alex, Jan und ich mit Unterstützung von Olaf auf den Weg ins Sauerland. Die Temperaturen waren mit etwa drei Grad wohl tatsächlich noch verbesserungswürdig, aber immerhin blieb es trocken. Jan und ich starteten um 11 Uhr auf die Kurzstrecke über 30 Kilometer. Eigentlich war man von den letzten Jahren gewohnt, dass nach Freigabe des neutralisierten Starts es erst verhalten zu ging, da keiner die lange leicht ansteigende Asphaltstraße vorne fahren wollte. Dieses Mal war das anders.
Mit Alex Koch und Tim Stahnke waren gleich zwei Jungs vorne, die vom lockeren einrollen nichts wissen wollten und das Feld sofort stark dezimierten. Bei der Einfahrt ins Gelände hatte sich eine fünfköpfige Spitzengruppe gebildet, in der ich mich bis dahin auch noch gut halten konnte. Spätestens hier wurde dann aber richtig ernst gemacht und leider merkte auch ich immer mehr, dass die Beine nicht so locker liefen wie in der Vorwoche in Kellerwald.
Schnell waren wir nur noch zu viert und dann musste auch ich die ersten Drei ziehen lassen. Das restliche Rennen musste ich mich alleine durch die Massen an Startern der Mittel- und Langstrecke kämpfen, die 15 Minuten eher gestartet waren. Von der Konkurrenz war vor und hinter mir nichts zu sehen, so dass es doch recht schwer fiel die Motivation einigermaßen hoch zu halten.
Jan war mit der zweiten Gruppe ins Gelände gegangen, die sich aber auch schnell auflöste, so dass auch Jan die erste Hälfte des Rennens alleine unterwegs war. In der zweiten Hälfte schlossen zwei weitere Fahrer zu ihm auf, mit denen er ein wenig zusammen arbeiten konnte.

Nach 1:09:37h erreichte ich schließlich als Vierter das Ziel und wurde dritter der Altersklasse. Mit einem relativ großen Rückstand von über drei Minuten, war das nicht wirklich das Ergebnis, welches ich mir erhofft hatte, aber völlig unzufrieden war ich damit auch nicht.
Jan konnte unterdessen ein starkes Rennen fahren, er erreichte mit einer Zeit von 1:12:42h als zehnter der Gesamtwertung das Ziel und konnte in der U19 bereits seinen zweiten Saisonsieg feiern, nachdem er schon letzte Woche in Wetter die gesamte Konkurrenz hat stehen lassen.

Alex war auf der Mitteldistanz über 55 Kilometer an den Start gegangen. Zu Beginn des Rennens konnte er sich in einem sehr stark besetzen Feld noch in der Spitze halten, musste diese dann jedoch ziehen lassen. Er konnte schließlich in 2:00:29h auf einen für dieses Starterfeld guten 11 Platz gesamt und 5 Platz in der AK fahren, aber auch er hatte sich mehr erhofft und war deshalb mit dem Ergebnis nicht so richtig zufrieden.

Die kalten Temperaturen ließen uns dann auch schon ganz bald die Heimreise antreten.

Am Pfingstwochenende steht nun von Freitag bis Sonntag ein dreitägiges Etappenrennen in Belgien an und Pfingstmontag wird dann gleich noch ein weiterer schöner belgischer Marathon dran gehängt.

Viele Grüße
Felix

Kellerwad MTB Marathon

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Tom beim Kellerwad 2016
Tom beim Kellerwad 2016

Tom beim Kellerwad 2016
Urlaubsbedingter Nachtrag 2 | Bericht von Felix:

Heute war es endlich soweit, das erste Rennen der Saison stand an. Schon traditionell war es der Kellerwaldmarathon im hessischen Gilserberg der uns in die schmerzhafte Welt des Rennenfahrens zurück holen sollte. Für den Adler am Start waren Tom Schöler, Alexander Gäser und ich. Auch Ralf Brambring begleitete uns und kümmerte sich um Support und Fotoservice.

Vorab war ich eigentlich ziemlich optimistisch, dass die Streckenverhältnisse recht akzeptabel sein sollten, da das Wetter in der vergangenen Woche es ja doch eigentlich gut mit uns meinte. Im Gilserberg scheint das anders gewesen zu sein, wie wir später fest stellten. Die Temperaturen hätten wohl etwas angenehmer sein dürfen als die sechs Grad, die es waren, aber immerhin war es von oben trocken. Das Starterfeld war nicht nur sehr groß, sonder auch extrem stark besetzt.

 Tom und Alex gingen um 9 Uhr auf die Mitteldistanz über 80 Kilometer, ich startete um 10 auf der Kurzdistanz über 40 Kilometer.  Als es nach einer Einführungsrunde in den Wald ging merkte ich schnell, dass meine Idee mit den guten Verhältnissen leider falsch war. Nach 20 Metern waren wir von oben bis unten eingesaut und es war klar, dass das heute eine feucht-dreckige Angelegenheit wird.
Endlich ging es in den ersten richtigen Berg rein und das Feld zog sich auseinander. Ich konnte das Tempo vorne gut mitgehen. Nachdem es rund 3 Kilometer bergauf gegangen war, ging es über extrem schlammige Singletrails lange bergab. Unten angekommen war der Zug ganz vorne bereits abgefahren. Das Schlammsurfen stand im Winter leider nicht in meinem Trainingsplan, was es mir bergab doch relativ schwer machte den Anschluss zu halten. Dafür lief es die schlammigen steilen Anstiege umso besser rauf, so dass ich wieder einige Plätze gut machen konnte. Bis an die Spitzengruppe reichte es zwar nicht mehr.
Aber unter anderem mit Thorsten Damm und Max Friedrich hatte ich doch noch eine starke Verfolgergruppe, die eine ganze Zeit lang weitestgehend zusammenblieb. Bis zum letzten Anstieg hatte ich mich mit zwei weiteren Fahrern von der Gruppe absetzen können, die mich allerdings beide in der darauf folgenden Abfahrt stehen ließen. Die Lücke konnte ich dann nicht mehr schließen und zusätzlich wurde ich dann auch noch von drei weiteren Fahrern eingeholt, denen ich auf den letzten Metern zum Ziel auch nichts mehr entgegensetzen konnte.
Nach 1:44:24h reichte es mit 3:53 Minuten Rückstand auf den Sieger für den 13ten Platz gesamt und den 6ten in der Elite. Für dieses Starterfeld bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden, was ich beim Kellerwaldmarathon bisher noch nie so richtig war. Nur am Punch hinten raus muss wohl noch ein wenig gearbeitet werden.

Tom und Alex durften die Runde dann noch ein zweites Mal fahren. Alex ist richtig stark in die Saison gestartet und konnte fast die gesamte erste Runde mit den Spitzenduo der Langstrecke, Nissen und Bekkenk, mithalten. In der ersten Runde hatten beide noch, verglichen mit dem Verhältnissen in der zweiten Runde, eine gute Strecke vorgefunden. In der zweiten Runde hatten die vielen hundert Biker die Strecke jedoch bestens umgegraben. Alex konnte die beiden Profis dann zwar nicht mehr halten, fuhr aber auch in der zweiten Runde ein starkes Tempo. Tom fühlte sich in der zweiten Runde sogar besser als in der Ersten und es ging ganz gut vorwärts. Auch das zweimalige Abspringen der Kette änderte daran nichts. Seine frisch montierten Maxxisreifen, auf welche auch ich schon seit Jahren als guten Allrounder schwöre, machten im Schlamm gerade auch bergauf einen guten Job.
Alex musste sich auf der Mitteldistanz nach 3:38:31h nur Klaus Reinisch und Gijs Dohmen geschlagen geben und konnte in der Eliteklasse den ersten Saisonsieg feiern.
Tom wurde mit 4:34:03h 70ter gesamt und 21ter bei den Senioren 1. Und wie am Foto zu erkennen, ist der Spaß auch nach 80 Kilometern nicht auf der Strecke geblieben.

Insgesamt also ein sehr gelungener Auftakt beim Bikemarathon in Kellerwald.

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