am Start für den RV Adler
am Start für den RV Adler
am Start für den RV Adler
Am vergangenen Wochenende stellten sich Jan Küpper, Max Meier, Bastian Weiss und Nils Brockmann im 4er-Männer-Team sowie Kilian Lendermann und Christian Schmidt im 2er-Männer-Team beim diesjährigen 24h-Mountainbike-Rennen am Alfsee an die Startlinie. Bereits bei der Streckenbesichtigung am Samstagmorgen machte Bastis Freilauf Probleme, alles andere als ideale Voraussetzungen für ein 24h-Rennen.

Versuch den Freilauf zu reparieren
Versuch den Freilauf zu reparieren
Versuch den Freilauf zu reparieren
Noch vor Ort versuchte das Team, den Defekt zu beheben und ein passendes Ersatzteil aufzutreiben. Als das nicht gelang, musste improvisiert werden. Jan und Basti teilten sich kurzerhand während des gesamten Rennens ein Hinterrad. Nach jeder Runde wurde das Laufrad umgebaut.

Die Strecke präsentierte sich bei bestem Wetter schnell und gleichzeitig anspruchsvoll. Kurze, steile Anstiege wechselten sich mit schnellen Asphaltpassagen und ruppigen Wiesenabschnitten ab. Genau die Art von Kurs, auf der konstantes Tempo, Konzentration und saubere Wechsel entscheidend sind.

Jan absolvierte die Startrunde stark und fuhr das Team direkt auf Platz zwei in die Wechselzone. Doch bereits in Bastis erster Runde wurde er bei einem Überholmanöver von einem anderen Fahrer vom Rad geholt. Dabei verdrehte sich sein Sattel, sodass er die komplette Runde im Stehen fahren musste und dabei einige Plätze verlor.

Nach den ersten Runden wurde deutlich, dass ein Platz auf dem Podium möglich war und aus Spaß langsam Ernst wurde. Alle vier Fahrer fanden ihren Rhythmus und hielten das Tempo konstant hoch. Besonders nachts war neben der körperlichen Belastung volle Konzentration gefragt.

Kilian im Rennen
Kilian im Rennen
Kilian im Rennen
Bei Kilian und Christian lief dagegen von Beginn an alles wie geschmiert. Die beiden absolvierten Runde für Runde souverän an der Spitze und wechselten sich ab. Gefahren wurde jeweils in Dreierblöcken, bevor der nächste Fahrer übernahm.

Um zumindest etwas Schlaf zu bekommen, wurde in der Nacht der Fahrerrhythmus angepasst. Dadurch musste Jan direkt nach Basti auf die Strecke. Erst kurz vor seinem Einsatz fiel ihm auf, dass sein Hinterrad gerade noch unterwegs war. Kurzerhand bediente sich Jan an Max Fahrrad und baute dessen Hinterrad ein. Zum Glück waren sich die vier bei ihrer Materialwahl so einig, dass alles problemlos kompatibel war.

Auch Nils blieb nicht ganz verschont, als die Strecke durch den Morgentau rutschig wurde, rutschte er einmal weg und ging zu Boden. Glücklicherweise blieben alle Fahrer bis auf leichte Schürfwunden unverletzt.

das 4er-Team nach 24h im Ziel
das 4er-Team nach 24h im Ziel
das 4er-Team nach 24h im Ziel
Nach 24 intensiven Stunden standen schließlich starke 42 Runden auf dem Konto des 4er-Teams. Das bedeutete am Ende einen hervorragenden 2. Platz.

Kilian und Christian spulten im 2er-Team sogar unglaubliche 46 Runden ab und sicherten sich damit souverän den 1. Platz.

Ein Ergebnis, das nicht nur die sportliche Leistung widerspiegelt, sondern vor allem den außergewöhnlichen Teamgeist und die Fähigkeit, auch mit unerwarteten Problemen umzugehen. Beide Teams bewiesen Ausdauer, Zusammenhalt und Kampfgeist bis zur Ziellinie.