Eifelmarathon 24 mit Rekordteilnahme

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Eifelmarathon 2016 in Aktion
Eifelmarathon 2016 in Aktion

Eifelmarathon 2016 in Aktion
Seit 24 Jahren findet der Eifelmarathon des RV Adler Lüttringhausen statt - 180km mit dem MTB.
Das alleine ist schon verrückt, aber machbar. Nur der Zeitpunkt der Eifeltour ist noch verrückter: Ende Januar bis Mitte Februar. Das erscheint für viele unmachbar. Dem ist aber nicht so.
Der Wetterbericht berichtete im Vorfeld von eiskalten 2° mit Dauerregen, Schnee und noch einigen anderen natürlichen Feinden des Radfahrers. Die Organisation (Arndt Röhrig und Friedhelm Werner) hatte schon die Befürchtung, alleine am Start zu stehen. Umso erfreulicher war es, dass alle angemeldeten Fahrer und Fahrerrinnen am Start erschienen. Fast alle, denn einige mussten sich den Virenangriffen der vergangenen Regentage geschlagen geben. Trotzdem standen rekordverdächtige 29 unerschrockene Biker und Bikerinnen morgens um 05:00 Uhr am Bahnhof Lennep und wagten den Ritt in die Eifel.
Der Himmel hatte Mitleid und die Wetterfrösche unrecht. Es gab 7 Stunden lang gar keinen Regen, sondern es kam sogar die Sonne zum Vorschein. Das motivierte die Biker, die Kette nach rechts zu werfen und mächtig Druck zu machen. Die Gruppe lief wie am Schnürchen. Selbst die sonst gefürchteten platten Reifen blieben aus, lediglich 2 Speichen brachen, was aber niemanden bremsen konnte.
Nach vielen Bergen, Matschlöchern und sonstigen Dingen die der gemeine Mountainbiker bevorzugt, zeigte die Eifel dann doch noch ihre Zähne und versuchte die Radler mittels Schnee, Schneeregen und noch mehr Matschlöchern an der Weiterfahrt zu hindern. Doch auch wenn bei vielen nur noch das weiße in den Augen zu sehen war, das Ziel rückte immer näher.
Am Ende gab es die Option, schnell im Tal zum Hotel oder noch eine 2km 10% steile Rampe zum Munterley Berg, der mit einer grandiosen Aussicht lockte. Die Teilnehmer waren sich einig, abgekürzt wird nicht!
Eifelmarathon 2016 - auch dieses Mal Schnee
Eifelmarathon 2016 - auch dieses Mal Schnee

Eifelmarathon 2016 - auch dieses Mal Schnee

Und so kamen (fast) alle auf dem MTB im Hotel Huschens, dem Domizil für die Nacht, an.
Es gab leider ein paar MTBler, die nicht ganz zum Ende durchradlern konnten. Wobei dies nicht immer planbar ist. In 12 Stunden auf dem MTB kann sehr viel geschehen.
Viel Training und Durchhaltewille alleine reicht aber nicht, um den Eifelmarathon zu bestehen. Ohne das Helferteam, welches mit Herzblut und vielen Ideen die Radler unterstützte, wäre kaum jemand in Michelbach angekommen! Da wurden Garagen von Eifelbewohnern zu Aufwärmhallen umfunktioniert, hunderte Brötchen geschmiert, Zeit geopfert und noch zig andere Dinge möglich gemacht...
Die Rückfahrt war diesmal möglich durch Adler-Fahrzeuge und die Unterstützung des THW, welches ein Auto entsandte, um die Radler ins Bergische zurückzuholen.
Eine große Anzahl von Radlern wiederstand jedoch dieser Versuchung und trat die Rückreise mit dem MTB an. Die Streckenführung der Rückreise ist natürlich kürzer und einfacher, mit dem Eifelmarathon in den Knochen aber ungleich schmerzvoller.
Aber das ist es ja, was die Biker und die beiden Bikerinnen, wollten!
Die glücklichen Gesichter im Ziel sprechen Bände.

[ Mehr Bilder hier auf Flickr ]

Arndt R.